Die
Hörsteler Mühlenroute
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Das Gebiet der Stadt Hörstel ist reich an Mühlen gewesen. Auch heute noch gibt es einige Zeitzeugen, die es sich lohnt anzusehen. Aus diesem Grunde entstand in Zusammenarbeit der vier Heimatvereine Bevergern, Dreierwalde, Hörstel und Riesenbeck sowie der Stadtverwaltung Hörstel ein Rad- bzw. Wanderweg, der zu diesen technischen Denkmälern führt. Eine sinnvolle Einbindung in überregionale Mühlenpfade wird angestrebt.

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Mühle in
Bevergern
Auf Bevergerner Gebiet gibt es noch eine Windmühle, die Levedags Mühle. Diese ehemalige Turmwindmühle erhielt im Jahr 2004 eine neue Haube, allerdings keine Flügel.
Levedags Mühle vor 1900 |
Mühle in
Dreierwalde
An
der Dreierwalder Aa gelegen ist Reinings Mühle mit einer Turbine, die einen
Stromgenerator antreibt.
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Mühlen in
Hörstel Besonders
gut erhalten ist die Doppel-Wassermühle an der Hörsteler Aa. Während die mit einem
unterschlächtigen Wasserrad versehene Mühle die ein Sägewerk
betrieben kann, verfügt die Ölmühle nicht mehr über einen Antrieb.
Im Zuge der Restaurierung von Kloster Gravenhorst erfolgte auch die Aufarbeitung der Klostermühle.
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Mühlen in
Riesenbeck
Als einzige Windmühle in Riesenbeck ist noch die Kleimühle erhalten, die an der Bevergerner Straße an der Ortsgrenze zu Bevergern liegt. Sie verfügt nicht mehr über ihre Flügel und Mahlwerke. Seit einigen Jahren dient die Turmwindmühle Privatleuten als Wohnhaus.
In einer Urkunde des Klosters Gravenhorst von 1364 tritt Albert de Wyndemolner (Windmüller), Bürger zu Bevergern, als Zeuge auf. 1579 wird die fürstliche Bockwindmühle als 'die Newe Windt Müll' bezeichnet. Im Jahre 1666 wird die landesherrliche Kornwindmühle durch Blitzschlag vernichtet. Als steinerne Turmwindmühle wird sie 1734 wieder errichtet. Freiherr von Heereman ersteigert 1820 die Domanialmühle auf dem Kley zu Bevergern für 1.500 Thaler. 1868 wird eine neue Turmholländer-Windmühle in Betrieb genommen. Die Mühle ist auf dem Gemälde 'Der Handstreich auf Bevergern' von 1652 abgebildet.
Auf dem Windmühlenhügel unweit des Landmaschinenmuseums stand zwischen den heutigen Straßen Im Vogelsang und Lerchengrund eine sandsteinerne Turmwindmühle, die der Familie Holthaus gehörte. Durch den Kanalbau wurde der Betrieb von seinem Einzugsgebiet getrennt. Eine Klage des Eigentümers gegen das Land Preußen war erfolglos.
Der
letzte Besitzer war die Familie Neuhaus, die zuvor den Hof Brachtesende
bewirtschaftet hatte. Sie baute aber im Dorf eine Dampfmühle, die Windmühle
blieb ungenutzt und brannte um 1900 ab. Da die Mühle die gleiche Hausnummer
wie der heutige Hof Lammers, ehemals Kleimeyer bzw. Kleihues trug, liegt die
Vermutung nahe, dass sie zu diesem Hof gehörte.
Daneben verfügt das Landmaschinenmuseum über eine Rossmühle, auch Göpel genannt, die voll funktionsfähig aufgearbeitet ist und diverse Verarbeitungsmaschinen im Museum mit Hilfe von Pferdekraft antreiben kann. Mit dem Göpel, von dem es in Deutschland um 1900 noch ca. eine Million Stück gab, war man unabhängig von Wind und Wasser und konnte nach Bedarf arbeiten.
Rossmühle am Landmaschinenmuseum Riesenbeck Im Bereich des
heutigen Friedhofs stand eine Windmühle,
deren Verkauf im Jahre 1294 beurkundet wurde. Die moderne Windmühlen-Technik hat auch in Riesenbeck Einzug gehalten. Im Birgter Feld stehen vier ca. 140 Meter hohe Windkraftanlagen zur Stromerzeugung.
Windkraftanlagen im Birgter Feld |